Huflattich (Tussilago farfara)

Huflattich Steckbrief

Huflattich (Tussilago farfara) ist das einzige Mitglied seiner Gattung. Er zählt zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist mit den Greiskräutern (Senecio) sowie den Goldkolben (Ligularia) verwandt. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Europa bis nach Asien und Nordafrika.

Im Frühjahr, je nach Region und Wetterlage von Februar bis April, zeigt der Huflattich seine gelben Blüten. Erst wenn sie verblühen, erscheinen die Blätter.

Zu finden ist er in Steinbrüchen, auf Schuttplätzen, an Wegrändern und Bachläufen. Er verträgt gleichmäßig feuchte und trockene und mineralische Böden.

Huflattich auf dem Kreidefelsen auf Rügen
Huflattich auf dem Kreidefelsen auf Rügen.

Überlebenskünstler Huflattich

Tussilago farfara ist ein anpassungsfähiger Überlebenskünstler, der auch mit Salzwasser zurechtkommt. Ein Teil der Bilder sind auf Rügen, direkt am Strand entstanden. Allerdings ist der Salzgehalt der Ostsee nicht besonders hoch.

Huflattich am Strand von Rügen.
Huflattich am Strand von Rügen.

Heilpflanze Huflattich

In der Naturheilkunde wird Tussilago farfara, wie übrigens auch der nicht verwandte Spitzwegerich (Plantago lanceolata), bei Erkrankungen der Atemwege eingesetzt.

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Tussilago-farfara
Huflattich im Wald (Normandie).

Zierpflanze Huflattich

Huflattich eignet sich gut zum Bepflanzen von „verwilderten Ecken“ in naturnahe gestalteten Gärten. Seine Blätter bieten Kröten, Molchen oder Blindschleichen Unterschlupf.

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Wer es nicht ganz so natürlich mag: Farfugium japonicum ist der „Japanische Bruder“ des Huflattich. Von ihm sind auch Sorten mit bunten Blättern zu erhalten.

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Huflattich mit Winterling.
Huflattich mit Winterling.